Psychotherapie in meiner Praxis in Düsseldorf und Erftstadt
Eine veränderungswirksame Verhaltenstherapie lebt stets davon, dass Sie sich einbringen. Ob Sie neugierig, kritisch oder distanziert sind, ohne Ihren Eigenanteil kann eine Veränderung nicht gelingen. Verhaltenstherapie ist eine von den Kassen anerkannte Leistung und wird damit von allen Kassen übernommen. Sie stellt eine wissenschaftliche Behandlungsform seelischer Symptome und Verhaltensauffälligkeiten dar.
Termine sind über meinen Jameda Kalender vereinbar
Symptome
In erster Linie geht es darum, diese zu reduzieren und damit die Lebensqualität deutlich zu erhöhen. Dabei gehen Verhaltenstherapeuten davon aus, dass jedes Symptomverhalten - und dazu gehören auch Gedanken, Gefühle oder Körperempfindungen - im Laufe des Lebens "gelernt" und somit auch wieder "verlernt" bzw. durch neues Verhalten "ersetzt" werden kann.
Ich betrachte das Gesamtspektrum der Symptombilder und biete Ihnen mit meinem breit aufgestellten Repertoire die Hilfestellungen, die es Ihnen erlauben, den Alltag wieder besser meistern zu können. Verstehen Sie mich dabei als eine Art „psychologischer Supermarkt“. Manche Vorschläge sprechen Sie direkt an und Sie wollen diese versuchen, an andere muss man sich erst gewöhnen.
Angst und Panik
Unter krankmachender Angst werden Angstzustände verstanden, die Betroffene scheinbar grundlos überfallen und die nicht mehr kontrolliert werden können. Allmählich entwickeln die Betroffenen immer mehr Angst vor der Angst, es entsteht ein Teufelskreis. Eine Vielzahl körperlicher Symptome sind Begleiter einer Angststörung, z.B. Herzklopfen, Mundtrockenheit, Schwitzen, Zittern, Atemnot, Erstickungsgefühl, Schmerzen, Enge in der Brust, Übelkeit, Schwindel, Hitze- oder Kälteempfinden, Taubheits- oder Kribbelgefühle.
Die Behandlung setzt in der Regel am gegenwärtigen Problemverhalten des Patienten an, das in der Regeln ein Vermeidungs- oder Sicherheitsverhalten ist, wie das Vermeiden von Situationen oder immer das Handy griffbereit zu haben, um im Notfall telefonieren zu können.
Der Schwerpunkt der Behandlung liegt auf einer langfristigen Veränderung der Denk-, Erlebens- und Verhaltensmuster des Patienten. Ziel der Therapie ist die Reduktion bzw. der Abbau des Vermeidungsverhaltens und der Angstreaktion beim Aufsuchen der gefürchteten Situationen.
Die Methode, die sich hier allen anderen Therapieinterventionen als klar überlegen gezeigt hat, ist die Konfrontation in vivo, d. h. das Aufsuchen der angstauslösenden Situationen. Ein weiteres wesentliches Kennzeichen der Verhaltenstherapie ist das störungsspezifische Vorgehen. Das bedeutet, dass für jede Angstkrankheit spezielle, genau auf diese Störung zugeschnittene Behandlungsmethoden entwickelt wurden.
Depression
Typische Beschwerden depressiver Menschen sind: Niedergeschlagenheit, Interessensverlust, Freudlosigkeit, Ängste, Hoffnungslosigkeit, Unlust, Selbstzweifel, Selbstabwertung, Schlafstörungen, Appetitverlust, Libidoverlust, Gewichtsabnahme, Konzentrationsprobleme, vielerlei körperliche Beschwerden, Antriebsarmut, Arbeitsstörungen, Morgentief mit Tagesschwankungen des Befindens, Selbstmordideen.
Wie ein Auto nicht mit einer leeren Batterie starten kann, so kann ein Mensch mit einer depressiven Erkrankung nicht allein durch Willenskraft aus dem Loch herauskommen.
So geht es zu Beginn sowohl um die Vermittlung eines Verständnisses der Symptome, ihrer Behandelbarkeit und ihrer Prognose, als auch um die Vermittlung eines „biopsychosozialen Krankheitsmodelles“ zur Entlastung von Schuldgefühlen, Selbstvorwürfen und Versagensgefühlen.
Die Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) analysiert den Zusammenhang von Gefühlen, Gedanken und Verhalten, um dann aus den dabei erkannten Problembereichen typische Schwerpunkte anzugehen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass bei schweren und chronischen Depressionen die Therapie mit einer medikamentösen Behandlung kombiniert wird. Außerdem kann es nötig sein, die Angehörigen (Partner, Familie) phasenweise mit in die Therapie einzubeziehen.
Dissoziative Störungen
Dissoziative Störungen sind zumeist erkennbarer Ausdruck der innerpsychischen Verarbeitung und Bewältigung traumatischer Erfahrungen oder extremer Belastungen und Konflikte.
Depersonalisationsstörung. Bei der Depersonalisation kommt es zu einem ständigen oder wiederholt auftretenden subjektiven Gefühl der Fremdheit, Irrealität, Abtrennung und Ungewohnheit dem eigenen Selbst, seinen Handlungen und seiner Umgebung gegenüber. Derealisationsstörung.
Mit Derealisation wird die subjektive Erfahrung von Veränderungen in den räumlichen und zeitlichen Beziehungen der Außenwelt gegenüber bezeichnet, indem z. B. eine bis dahin neutrale Umgebung plötzlich als sehr bekannt (Déjà-vu), befremdlich unbekannt oder aber in anderer Weise (z. B. farblich) verändert erscheinen kann.
In beiden Fällen bleibt eine intakte Realitätskontrolle erhalten, was die Depersonalisationsstörung von anderen psychischen Störungen (z. B. der Schizophrenie) unterscheidet.
Essstörung
Von einer Essstörung spricht man immer dann, wenn jemand sein Essverhalten übermäßig stark einschränkt, kontrolliert oder die Kontrolle über das Essverhalten verliert. Die wesentlichen Therapiebausteine sind:
- Normalisierung des Essverhaltens
- Behandlung dahinterstehender Schemata
- Selbstwert und Körpererleben
- die Entwicklung der Geschlechtsidentität
- Umgang mit Gefühlen, Impulsivität
- die Regulation von Nähe und Distanz in Beziehungen, familiäre Konflikte
- eine starke Leistungsorientierung
Ergänzend zu der psychotherapeutischen Einzelbehandlung erfolgen regelmäßige körperliche Untersuchungen. Auch eine Ernährungstherapie kann indiziert sein.
Eine medikamentöse Behandlung bei Begleiterscheinungen bzw. zur Senkung des Essdrucks kann ebenso besprochen werden.
Dabei ist Fluoxetin der einzige Wirkstoff, der in Deutschland zur Behandlung der Bulimia nervosa zugelassen ist.
Körperliche Beschwerden, Schmerzen
Chronischer Schmerz: Erhebliche Schmerzen an unterschiedlichen Körperteilen ohne hinreichend erklärende organische Ursache sind Kennzeichen einer Schmerzstörung. Kopfschmerzen und Schmerzen des Bewegungsapparates sind am häufigsten. Ebenso verbergen sich hierunter aber auch Beschwerden im Magen-Darm-Bereich, Übelkeit und ähnliches. Von chronischem Schmerz spricht man, wenn der Schmerz länger als sechs Monate anhält oder immer wiederkehrt. Die subjektive Schmerzwahrnehmung kann auch bei körperlich verursachten Schmerzen negativ, also verstärkend beeinflusst werden. Seelischen Faktoren kommen oft eine entscheidende Rolle zu Beginn, im Verlauf und bei der Chronifizierung des Schmerzes zu. Der chronische Schmerz ist aber nicht „eingebildet“.
Somatoformen Störungen: Ihnen ist gemeinsam, dass anhaltende, häufig schwerwiegende körperliche Symptome ohne eine ausreichende körperliche Erklärung vorliegen, wie z.B. Atemprobleme, Kribbeln, Schweißausbrüche, Übelkeit, Bauchschmerzen, Kopf- und Gesichtsschmerzen, Herzrasen, Brustschmerzen, Blähungen, Rückenschmerzen und Hitzewallungen. Auch die sogenannte Hypochondrische Störung, bei der die Patienten wiederholte oder ständige Angst vor körperlichen Erkrankungen haben und sich immer wieder aufs Neue untersuchen lassen, wird als Somatoforme Störung verstanden. Somatopsychische Störungen. Krankheitsverarbeitungsstörungen, z.B. bei Krebserkrankungen, Transplantationen, Dialyse sowie bei chronischen somatischen Erkrankungen.
Trauma
Eine Posttraumatische Belastungsstörung ist eine verzögerte Reaktion auf ein belastendes Ereignis oder eine Situation außergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophenartigen Ausmaßes, die bei fast jedem eine tiefe Verzweiflung hervorrufen würde (Traumatisierung). Typische Beschwerden sind wiederholte, unausweichliche Erinnerungen oder eine Wiederinszenierung des Ereignisses im Gedächtnis, in Tagträumen oder Träumen in Zusammenhang mit einem traumatischen Ereignis. Um der Belastung durch die Erinnerungen zu entgehen, versuchen viele Patienten, diese zu kontrollieren und zu vermeiden – etwa durch Ablenkung, Unterdrückung von Gedanken an das Trauma oder das Vermeiden von Gesprächen darüber. Häufig wird eine Unfähigkeit berichtet, starke Gefühle (Liebe, Hass) zu empfinden. Weitere mögliche Symptome sind das Gefühl der Hoffnungslosigkeit, eine allgemeine Übererregtheit, Konzentrations- und Gedächtnisprobleme, erhöhte Wachsamkeit oder Schreckhaftigkeit, Aggressivität und gewalttätiges Verhalten, Ein- und Durchschlafprobleme. Die kognitive Verhaltenstherapie gilt als sehr effektive Behandlungsform für die PTBS. Sie kann ambulant oder – in sehr schweren Fällen - stationär durchgeführt werden.
Zu Beginn der Therapie steht der Aufbau einer guten Beziehung zwischen Therapeuten und Patient im Vordergrund. Um zu einer angemesseneren Bewertung der Einstellungen und Interpretationen des Traumas zu gelangen, werden die vom Patienten eingesetzten Strategien zur Vermeidung und Kontrolle des Wiedererlebens identifiziert und abgebaut. In der diagnostischen Phase werden die individuellen Symptome, die individuellen Bedingungen zur Entstehung und Aufrechterhaltung der PTB sowie die Interpretation des Traumas erarbeitet. Anschließend werden kognitive Elemente eingesetzt, also solche Elemente, die die Bewertung des Traumas für das Leben des Patienten betreffen. In einer anschließenden Phase wird der Patient gebeten, die Geschehnisse während der Traumatisierung genau und in Ruhe noch einmal durchzugehen (Konfrontation mit den Erinnerungen an das Trauma). Im Rahmen der Verhinderung eines Rückfalles werden gegen Ende der Behandlung wichtige Vorgehensweisen für die Zukunft erarbeitet, die der Patient selbstständig durchführen kann, um z. B. zukünftige kritische Situationen gut meistern zu können.
Zwänge
Personen, die unter einer Zwangsstörung leiden, erleben Gedanken, die ihnen plötzlich in den Sinn kommen und fühlen sich häufig dazu gezwungen, Handlungen auszuführen mit dem Ziel, ein Unheil zu vermeiden und Angst und Anspannung zu reduzieren. Um sicher zu gehen, werden die Handlungen häufig mehrmals hintereinander ausgeführt. Bei Personen, die eine Zwangsstörung haben, haben diese Gedanken oder Handlungen im Laufe der Zeit ein so großes Ausmaß angenommen, dass die Betroffenen sehr darunter leiden und in ihrer normalen Lebensführung deutlich eingeschränkt sind. Wissenschaftlich ist belegt, dass die Kognitive Verhaltenstherapie bei Zwängen die höchsten Erfolge erzielt.
Es kann hilfreich sein, zusätzlich zur Therapie Antidepressiva, insbesondere sogenannte Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, in hoher Dosierung einzunehmen. In einer Kognitiven Verhaltenstherapie lernen Patienten, wie ihre Erkrankung entstanden ist, wie sie funktioniert und wie sie aufrechterhalten bleibt. Danach werden sie in der Technik der Exposition mit Reaktionsmanagement geschult. Diese beinhaltet, sich mit den Situationen oder Reizen zu konfrontieren, die üblicherweise Zwänge, Anspannung, Angst oder Ekel hervorrufen. Dabei verzichten Patienten auf Zwangshandlungen und erlernen stattdessen zwangsfreie Bewältigungsmöglichkeiten.
Behandlung
Einzelsitzungen
Zunächst erfolgt die Kontaktaufnahme zum Psychotherapeuten und ein Erstgespräch – die sogenannte Psychotherapeutische Sprechstunde – wird vereinbart. Diese ist seit April 2017 verpflichtend für jeden Patienten, bevor eine weitere Behandlung erfolgen kann. In diesem wird die Indikation für eine Therapie gestellt. Ebenso ist es in dem Erstgespräch jedoch auch wichtig, den Therapeuten zu betrachten. Können Sie sich vorstellen, sich mir zu öffnen? Denn nur, wenn Sie dies bejahen können, kann eine Veränderung möglich werden. Noch in dem Erstgespräch wird das weitere Vorgehen besprochen. Die Sitzungen finden regelmäßig statt, ein Termin dauert 50 Minuten. Später kann die Frequenz gedehnt werden. Es kann nötig sein, von Ihrem Hausarzt einen Bericht anzufordern.
Zwischen den einzelnen Sitzungen sind Sie gefragt, das Besprochene nachwirken zu lassen und umzusetzen. Nur durch gezieltes Üben kann eine nachhaltige Veränderung ermöglicht werden.
Gruppentherapie
Es kann ein wichtiger und notwendiger Schritt sein, seine Potentiale in einer vertrauensvollen Gruppenatmosphäre wachsen zu lassen. Dafür biete ich Gruppensitzungen zu verschiedenen Themen an:
- Stressbewältigung und Resilienz
- Stärkung sozialer Kompetenzen
- Entspannungsmethoden
- Schmerzen
- Familienaufstellung
- ACT
Vielleicht fällt es Ihnen leichter, Ihr Anliegen mit anderen in einer vertrauensvollen Gruppenatmosphäre zu besprechen. In meiner Praxis haben Sie die Möglichkeit, an Gruppentherapien teilzunehmen. Ihr eigenes Potenzial kann im Miteinander mit Menschen, die das persönliche Leid nachvollziehen können, wachsen. Eventuell bekommen Sie Hilfestellungen oder sind für andere eine Quelle der Inspiration, aus der diese Mut und Hoffnung schöpfen können.
Für Sie kann dieser Austausch eine heilsame Selbsterfahrung sein. In der Gruppe lernen Sie, sich auszudrücken und Ihre Bedürfnisse zu formulieren. Sie lernen, sich abzugrenzen und können auch mal Nein sagen, wo es nötig ist. Das stärkt Selbstachtung und Selbstbewusstsein. Veränderungen, die sich in der gruppentherapeutischen Situation ergeben, greifen immer auch im Alltag.
Kosten
In der Regel gibt es keine Probleme bei der Beantragung einer Therapie. Bitte klären Sie jedoch vorab mit Ihrer Krankenkasse, welche Kosten übernommen werden und ob noch Kontingente aus einer früheren Therapie zur Verfügung stehen.
- Gesetzliche Krankenversicherungen: Eine direkte Abrechnung mit der Krankenkasse ist an meinem Standort in Erftstadt möglich.
Private Krankenversicherungen: Private Krankenversicherungen übernehmen in der Regel die Kosten für eine ambulante Psychotherapie bei approbierten Psychologischen Psychotherapeuten (es sei denn, dies wurde zuvor explizit ausgeschlossen). Vor Therapiebeginn sollten Sie sich nach ihren individuellen Vertragsbedingungen erkundigen, da diese je nach Tarif sehr unterschiedlich sein können (z.B. Stundenanzahl pro Jahr).
Beihilfe: Eine zumindest teilweise Kostenübernahme ist in der Regel problemlos möglich. Nach 5 probatorischen Sitzungen muss ein Antrag gestellt werden, wodurch es zu einer Therapiepause kommt. Nach Genehmigung geht es dann im gewohnten Rhythmus weiter.
Selbstzahler: Eine Psychotherapie selbst zu zahlen, kann sich dann lohnen, wenn Sie sich in Kürze verbeamten oder eine Versicherung (z.B. zur Berufsunfähigkeit) abschließen möchten. Dabei richte ich mich nach der Gebührenordnung für Psychotherapeuten.
Ausfallhonorar: Eine Psychotherapiepraxis arbeitet (anders als viele Arztpraxen mit oft vollen Wartezimmern) auf reiner Bestellbasis. Aus organisatorischen Gründen werden die Termine für die nächste Sitzung in der Regel eine und oft mehrere Wochen im Voraus vereinbart. Kurzfristig abgesagte Termine können nur sehr selten noch neu vergeben werden. Da ein Psychotherapeut pro Patienten und Sitzung aber eine ganze Zeitstunde einplant, müssen wir uns als Berufsgruppe mehr als andere gegen das wirtschaftliche Risiko von kurzfristigen Ausfällen absichern, da die Krankenkassen diese nicht übernehmen. Daher bitte ich um Verständnis, dass bei kurzfristigen Absagen (weniger als 48 Stunden vor dem Termin) ein Ausfallhonorar unabhängig vom Grund der Absage (auch bei Krankschreibung) fällig wird (Grundlage § 615 BGB). Das Ausfallhonorar für kurzfristig abgesagte Stunden beträgt 100 € pro Sitzung.
